Umweltbewusstsein beginnt in den eigenen vier Wänden! Schon beim Hausbau kann man grundlegende Entscheidungen für einen nachhaltigen Alltag treffen. Aber auch beim Heizen, im Umgang mit Wasser und beim Stromanbieter können wir unserer Umwelt etwas Gutes tun. Wir zeigen, wie schon kleine Dinge eine große Wirkung erzielen können.

Umweltbewusster Alltag

 KfW Standard

Die Basis für ein nachhaltiges Leben bildet schon das Gebäude, in dem wir wohnen. Egal ob in einem Passivhaus, einem KfW 40 plus oder einem KfW 55 Haus. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten nachhaltig zu wohnen.

Die KfW-Bank gibt bei Neubauten folgende Standards vor:

  • Effizienzhaus 40
  • Effizienzhaus 40 plus
  • Effizienzhaus 30 EE
  • Effizienhaus 55
  • Effizienzhaus 55 EE

Je geringer der angegebene Wert, desto niedriger ist auch der Energieverbrauch. Das wiederum steigert den Wert eines Hauses.

Die KfW fördert die Effizienzhaus-Stufen mit attraktiven Prämien.  Aber Achtung: Die staatliche Förderung für ein Effizienzhaus 55 läuft am 31.01.2022 aus! Von welchen Vorteilen Sie bei den neuen EE Unterkategorien 40 und 50 profitieren können, finden Sie bei der KFW-Bank.

Bei der Sanierung von Bestandsimmobilien mit dem Ziel einer besseren Energieeffizienz, gibt die KfW-Bank weitere Standards vor. Diese sind aber meist mit hohen Sanierungskosten verbunden.

Der KfW-Effizienz-Haus Standard setzt sich hauptsächlich aus den Komponenten Heizung, Lüftung und Dämmung zusammen. Dazu zählen eine sehr gute und gleichmäßige Wärmedämmung, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung. Der jeweilige Standard ergibt sich dann aus dem energetischen Gesamtkonzept einer Immobilie. (Quelle: KfW). Beim Bau einer Immobilie mit einem KfW Standard, kann man von der KfW-Bank einen Zuschuss von bis zu 30.000,00€ erhalten.

Übrigens gelten seit Januar 2021 einheitliche Standards der EU-Mitgliedsstaaten für die Mindestanforderung der Energieeffizienz von Gebäuden. Danach müssen alle neuen Gebäude als Niedrigstenergiegebäude erbaut werden. Das seit dem 01.11.2020 in Deutschland gültige Gebäudeenergiegesetz GEG (siehe Beitrag „Die EnEV wird zur GEG“) bildet bereits die Grundlage dieser EU-weiten Standards. Daher haben alle Neubauten schon jetzt einen wesentlich besseren Energiestandard als noch in den vergangenen Jahren.

Heizen

25% der weltweiten Umweltbelastung wird durch das Heizen verursacht. In Deutschland wurden im Jahr 2016 laut Deutschem Umweltamt sogar mehr als 66% des Energieverbrauchs für das Heizen der eigenen vier Wände verbraucht. Auch wer (noch) nicht in einem Haus mit KfW-Standard wohnt, kann seine Heizung entweder über seine Therme gezielt steuern oder auch kurzfristig mit programmierbaren Thermostaten deutlich Energie sparen. SMART-Home Anwendungen sind zwar etwas aufwändiger in der Anschaffung und Einrichtung, bieten aber dafür noch effizientere Möglichkeiten, um den Energiebedarf beim Heizen zu senken:    

 

Strom sparen mit Smart-Home

Durch den Einsatz von Smart-Home Systemen können unter anderem Heizung und Licht gesteuert werden. Das bietet den Vorteil, dass die Heizung nicht permanent heizen muss. Sie kann ganz einfach von unterwegs gesteuert werden, sodass die Bewohner beim Heimkommen nicht auf warme Räume verzichten müssen, aber bei Abwesenheit dennoch nicht unnötig geheizt werden muss.

Lichtschalter vergessen auszumachen? Bewegungssensoren machen das Ausschalten überflüssig. Auch kann mit einigen Smart-Home-Lösungen der Stromverbrauch überwacht und sogar Geräte mit einem ungewöhnlich hohen Energieverbrauch ausfindig gemacht werden. Sind alle Elektrogeräte miteinander verknüpft, kann man darüber hinaus alle zeitgleich ein- oder ausschalten.

Beim Neukauf von Elektrogeräten lohnt sich der Erwerb von A+++ ausgewiesenen Produkten. Dies ist die sparsamste Klassifizierung von Elektrogeräten.  Wer derzeit noch nicht in die SMART-Home Technik investieren möchte, dem helfen beim Stromsparen der heimischen Standby-Geräte auch herkömmliche Steckdosenleisten, mit der die Stromzufuhr komplett unterbunden werden kann oder Zeitschaltuhren, die darüber hinaus die Stromzufuhr automatisch regeln.

Nachhaltigkeit zuhause

Ökostrom

Eine weitere Möglichkeit, mehr Nachhaltigkeit im Alltag zu integrieren, ist der Einsatz von Ökostrom (auch Grünstrom oder Naturstrom genannt).

Hier versichert der Stromlieferant, Energie aus umweltfreundlichen und erneuerbaren Energiequellen zu liefern. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall, denn manchmal ist dieser Tarif sogar noch etwas günstiger als die konventionellen Stromtarife.

Schadstofffreie und nachhaltige Materialien

Bei der Bemusterung des eigenen Heims gibt es heutzutage eine große Auswahl an schadstofffreien Varianten. Beispielsweise kann man Naturböden wählen, die meist nur mit Naturöl behandelt und somit nicht nur sehr gut für unser Klima, sondern auch für unsere Gesundheit sind. Nach wie vor ein beliebter Klassiker ist Parkett. Der zeitlose Holzboden sorgt für ein wohnliches Raumgefühl und steigert das allgemeine Wohnbefinden (zum Beispiel: https://produkte.joka.de/dejordancategories/3148)

Auch beim Kauf von Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Wohnaccessoires gibt es zahlreiche Alternativen aus schadstofffreien Materialien. Ein Blick auf die Herstellung hilft. Bei Holzprodukten gibt es zum Beispiel die FSC-Zertifizierung, die die Herkunft von verantwortungsvollen Forstwirtschaften bestätigt.

Auf nicht zertifiziertes Holz aus Tropenregionen sollte wenn möglich verzichtet werden. Stattdessen können wir mit gutem Gewissen auf heimisches Holz zurückgreifen, wie zum Beispiel:

  • Eiche
  • Ahorn
  • Birke
  • Buche
  • Esche
  • Lärche
  • Nussbaum

Quelle: Greenpeace

Weiterhin eignen sich für eine umweltbewusste Einrichtung auch Materialien wie Glas, Stoffe und Porzellan.

Egal ob das Kinderbett oder der Wohnzimmerschrank – je besser die Klimabilanz, umso mehr schützen wir sowohl uns als auch unsere Umwelt.

Tipp: Robuste, schlichte und zeitlose Möbel wählen, denn die machen uns länger Freude und können beim Wunsch nach Abwechslung leicht mit unterschiedlichen Kissen, Kerzen und Dekoelementen aufgefrischt werden. 

Im Teil 2 zum Thema „mehr Nachhaltigkeit in den eigenen vier Wänden“ erklären wir, warum Pflanzen unbedingt in jedes Heim sollten, wo wir nachhaltige Exemplare am besten her bekommen und wie wir nicht nur Müll sondern auch Möbel recyceln können.

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